Samstag, 24. Juni 2017

[Rezension] Herrmann, Jutta Maria - AMNESIA - Ich muss mich erinnern

Krebs im Endstadium - maximal noch ein Jahr zu leben. Diese Diagnose zieht der Berlinerin Helen den Boden unter den Füßen weg. Sie verlässt ihre Wohnung und macht sich zu ihrer Familie auf. Das Verhältnis zu Mutter und Schwester ist zwar schwierig, aber angesichts der Krankheit möchte Helen die Beziehung wieder verbessern. Als sie erfährt, dass ihre schwangere Schwester von ihrem Ehemann verprügelt wird, denkt sie kurz darüber nach ihn umzubringen - zu verlieren hat sie ja nichts mehr, aber wäre sie zu so einer Tat tatsächlich fähig?


Von der deutschen Autorin Jutta Maria Herrmann habe ich bereits "Hotline" und "Schuld bist du" gelesen. Beide Bücher haben mich gut unterhalten und daher habe ich mich auf den dritten Thriller der Schriftstellerin gefreut. Leider ist dieses Mal beim Lesen keine spannungsgeladene Atmosphäre entstanden bzw. wenn, dann nur in sehr kurzen Abschnitten. Dieses lag an zwei Faktoren.

Zum einen verrät der Klappentext bereits recht viel. Dadurch wirkt dieser spannender, als meine Zusammenfassung, aber bis der Leser den Zeitpunkt erreicht hat, den die Kurzbeschreibung verrät, ist er bereits bei 50% des Romans angelangt. Bis zur Hälfte des Buches passiert somit nichts Überraschendes. Der Fokus liegt auf den Figuren, nicht auf dem Thrilleraspekt und das führt mich zum zweiten Punkt.

Es wird viel Wert auf die Figuren und deren zwischenmenschliche Beziehungen gelegt. Das ist generell nicht schlecht, kann den Charakteren Authentizität verleihen. Hier verliert sich die Autorin teilweise jedoch in Wiederholungen und die Protagonistin Helen durchlebt so viele Selbstzweifel, versinkt im Selbstmitleid und aufgrund ihres großen Medikamentenkonsums wissen weder Leser noch Helen selbst, was sie tatsächlich erlebt hat, was Halluzination ist, was sie tatsächlich vergessen hat oder was nie erlebt ist. In dem angewendete Maß ist es für meinen Geschmack zu viel.

Fazit: Die Autorin geht gut auf die Psyche der totkranken Protagonistin ein. Jedoch verliert der Thriller dadurch seine Spannung. Es dauert zu lange, bis der Roman in Schwung kommt und danach wurde für meinen Geschmack zu viel auf die Medikamente geschoben und zu stark mit dem Verwischen zwischen Realität und Fiktion gespielt. 3,5 Sterne vergebe ich daher.


  • Taschenbuch: 304 Seiten
  • Verlag: Knaur TB (1. Juni 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426519976
  • ISBN-13: 978-3426519974
  • Verlag:

Liebe Grüße,
Claudia

Freitag, 23. Juni 2017

[Rezension] Gehirnjogging 2018: Textabreißkalender

Die Abreißkalender des Südwest Verlages sind ein täglicher Begleiter für ein gesamtes Kalenderjahr. Im praktischen 11x15 cm Format finden sie auf jedem Schreibtisch, im Flur oder auf dem Nachttisch Platz. Jeden Tag wird eine Seite gelesen und abgerissen. Die Seite enthält neben einem Beitrag zur Thematik des Kalenders auch ein Kalendarium des jeweiligen Monats, den Wochentag, das Datum sowie die Zeiten von Sonnenauf- und -untergang sowie analog die des Mondes. Die Auflösung des Rätsels steht stets auf der Rückseite. Die Rückwand des Kalenders besteht aus dicker Pappe, so dass man den Kalender aufstellen oder an einem vorgestanzten Loch aufhängen kann.

Der Textabreißkalender "Gehirnjogging 2018" bietet 365 knifflige Denksporträtsel fürs tägliche Kopftraining im Jahr 2018. Regelmäßiges Gehirntraining ist gut und wichtig, auch wenn es nur kleine Einheiten sind. Daher bietet sich so ein Kalender an, denn die tägliche Dosis und der Zeitaufwand sind nicht besonders hoch und somit lässt er sich auch im stressigen Alltag gut einbinden. Sport treiben ist nicht nur für den Körper wichtig, sondern auch für den Kopf.

Alle Seiten sind im gleichen Design gestaltet und in den Farben weiß und hellblau gehalten. Seit Januar dieses Jahres nutze ich bereits den Gehirnjogging Kalender 2017 und kann daher bestätigen, dass sich das Design nicht verändert hat und somit optisch genauso ansprechend ist, wie die Vorgängerversion.

Besonders gefällt mir erneut die Vielfalt der Rätsel, denn der Kalender ist sehr abwechslungsreich. Er besteht aus vielen altbekannten Rätselarten wie zum Beispiel Sudoku, Um die Ecke denken, Zahlenpyramiden oder Bilderrätsel. Es gibt Rätsel, die mit Zahlen zu tun haben, aber auch welche mit Buchstaben oder Bildern. Man kann damit u.a. seine Rechenkünste, seine Logik und sein räumliches Vorstellungsvermögen trainieren. Manche Rätsel benötigen nur wenig Zeit, andere sind etwas zeitintensiver.


Fazit: Der Abreißkalender hat mich bereits 2017 überzeugt, daher war für mich schnell klar, dass ich diesen auch 2018 wieder nutzen werde. Da der Kalender bereits verfügbar ist, habe ich mich damit schon einmal eingedeckt. Was man hat, das hat man. Der Kalender bietet erneut genau das, was ich gesucht habe. Die Rätsel sind unterhaltsam und abwechslungsreich und ich mag das hellblau/weiße Design sehr. Damit wird es auch in 2018 wieder etwas Gehirnjogging für mich geben.

  • Kalender: 368 Seiten
  • Verlag: Südwest Verlag (29. Mai 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3517095540
  • ISBN-13: 978-3517095547
  • Größe und/oder Gewicht: 11,3 x 3,6 x 15,3 cm 

Liebe Grüße,
Claudia

Donnerstag, 22. Juni 2017

[Rezension] Kalmbach, Gabriele - Reise Know-How CityTrip Paris

Der kompakte Reiseführer "CityTrip Paris" von Reise Know-How hat 144 Seiten, eine flexible aber stabile Bindung und ist somit ideal, um ihn auf Reisen stets in der Hand(-tasche) dabei zu haben. Der Reiseführer bietet außer vielen Informationen auch einen großen Faltplan zum Herausnehmen, einen Übersichtsstadtplan mit Metrosystem im vorderen Teil der Klappbroschur sowie einen Stadtplan des Zentrums im hinteren Teil der Klappbroschur, somit hat man die wichtigsten Karten stets zur Hand ohne mit einem großen Faltplan hantieren zu müssen. Zusätzlich gibt es noch eine kostenlose Web-App für Smartphone, Tablet und PC.


Aufbau des Reiseführers:
  • neun "nicht verpassen!"-Tipps in einer komprimierten Übersicht zu Beginn des Reiseführers
  • Inhaltsverzeichnis mit Benutzungshinweisen
  • Auf ins Vergnügen (z.B. Paris an einem Wochenende, für Citybummler oder Kauflustige)
  • Am Puls der Stadt (die Geschichte der Stadt Paris)
  • Paris entdecken (aufgeteilt in verschiedene Bezirke)
  • Praktische Reisetipps nebst An- und Rückreise, Unterkünften, Transportmöglichkeiten usw.
  • Anhang

Ich hatte das Glück fast eine Woche in der Stadt der Liebe zu verbringen. Da ich dort viel entdecken wollte, war dieser Zeitrahmen ideal. Um nichts zu verpassen, habe ich den Reiseführer bereits zu Hause gründlich studiert. Auch in Paris hatte ich ihn jeden Tag in einer Tasche oder im Rucksack dabei, und trotzdem sieht er noch klasse aus. Dieses spricht für die tolle Qualität des Buches. Ich benutze regelmäßig die Reise Know-How Reiseführer und hatte noch nie ein Problem mit der Bindung der Seiten oder ähnlichem. Bisher habe diese alle Strapazen problemlos überstanden.

Wie immer lese ich vor allem zunächst die Sightseeing Tipps in und um die Stadt durch. In Paris werden so 49 Tipps ausführlich vorgestellt,  oft mit Fotos und vor allem mit hilfreichen Informationen wie Adresse, nächstgelegene Metro Station, Öffnungszeiten oder Preisen versehen. Dazu kommen noch zahlreiche Tipps für Hotels, Bars, Museen, Einkaufsmöglichkeiten usw. Da habe ich dann nach Bedarf zusätzlich gestöbert.

Alle Tipps sind durchnummeriert. Diese Nummern finden sich in den Stadtplänen wieder, so dass man beim Planen schnell einen Überblick erlangt. Einfach die interessanten Tipps markieren, später in der Karte suchen und auch dort markieren. Schon weiß man, welche Ziele nah beieinander liegen und kann einzelne Tage ganz leicht selbst planen. Rückwärts klappt die Suche genauso gut. Steht man also bei der Sehenswürdigkeit, dann weiß man Dank des Plans, welcher Sightseeing-Tipp das war, kann diese Nummer schnell im Reiseführer wiederfinden und die interessanten Informationen dazu nachlesen. Das System erscheint simpel, funktioniert aber jedes Mal perfekt.

Fazit: Der CityTrip war uns eine große Hilfe, um in dieser riesigen Stadt zu entscheiden, wo wir unsere Zeit verbringen wollten. Dieses klappt übrigens auch, wenn man nur wenig Zeit für Paris hat. Entweder folgt man dem vorgefertigten Plan für ein Wochenende oder stellt sich selbst einen Plan anhand der wichtigsten Highlights zusammen. Der Reiseführer hat eine tolle Größe, hilfreiche Tipps und diese werden optisch ansprechend präsentiert. Wir waren mal wieder sehr zufrieden mit dem City Trip von Reise Know-How.

  • Taschenbuch: 144 Seiten
  • Verlag: Reise Know-How; Auflage: 6 (3. November 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3831725691
  • ISBN-13: 978-3831725694

Liebe Grüße,
Claudia

Mittwoch, 21. Juni 2017

[Rezension] Föhr, Andreas - Wallner-&-Kreuthner (07) Schwarzwasser

Nachdem Wallner Opa Manfred seit stundenvermisst, scheint die Sache klar, als er von einer Leiche eines alten Mannes erfährt. Schockiert fährt er zum Tatort, um festzustellen, dass der Tote jemand anderes ist. Manfred ist jedoch trotzdem vor Ort, denn er und Kreuthner waren (unter dubiosen Umständen) die ersten am Tatort. Beide rücken nicht wirklich mit der Wahrheit heraus, die Tatverdächtige kann der Polizei entfliehen und nach einigen Ermittlungen steht fest, der Tote ist nicht der, den er vorgab zu sein. Ein komplizierter Fall für Wallner.

Ich kenne aus der Wallner & Kreuthner Reihe bisher nur Band eins ("Der Prinzessinnenmörder"). Diesen Roman habe ich letztes Jahr gehört und da er mir sehr gefallen hat, habe ich nun auch den neusten Fall vom Ermittlerduo gehört.

Vorab muss ich sagen, ich würde bei dieser Reihe immer das Hörbuch empfehlen (auch wenn ich die Printausgabe nicht kenne), denn der Autor arbeitet durchaus mit Dialekten und die kommen vorgelesen einfach besser rüber. Michael Schwarzmaier spricht diesen Roman und für den Schauspieler sind Dialekte jeglicher Art keine Herausforderung. Durch seine Interpretation habe ich stets besonders Spaß an den Hörbüchern und ich bin sicher, dass mir die Romane als Printausgabe nicht so sehr zusagen würden, wie die Hörbuchvariante. Der Sprecher passt einfach perfekt zu dieser Krimireihe!

Inhaltlich springt der Roman zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin und her. 1996 gab es einen Wirtschaftsskandal in Berlin bei dem die Immobilienfirma Schwarzwasser bankrottging. Wie das mit dem aktuellen Fall zusammen hängt, müssen Wallner und Kreuthner aufklären. Der Roman ist vielschichtig, das Geschehen auf unterschiedliche Art verknüpft und manchmal bin ich durchaus mit den zahlreichen Nebenfiguren durcheinander gekommen. Trotzdem habe ich den roten Faden nie verloren und fand die Geschichte sehr interessant aufgezogen und ausgearbeitet.

Zunächst war ich von Kreuthner irritiert - immerhin ist er Polizeiobermeister und dabei verhält er sich anders und dehnt das Gesetz soweit es nur geht. Da ich jedoch seine Entwicklung zwischen dem ersten und dem siebten Fall bisher nicht verfolgt habe, weiß ich nicht, ob die Figur sich in den letzten Romanen bereits so entwickelt hat - ich vermute es einfach und daher habe ich für mich diese ungewohnte Haltung als gegeben hingenommen und die Geschichte und Schwarzmaiers Darbietung einfach genossen, denn sie ist ein interessanter Krimi, der durchaus auch humorvolle Elemente enthält.


Fazit: Nach Band eins hat mich nun auch Band sieben sehr gut unterhalten. Ein Hörbuch ist die perfekte Art diese Geschichte mit seinen Figuren und deren Dialekten zu präsentieren, was Schwarzmaier hervorragend macht. Auch wenn ich die Handlung Kreuthners nicht immer nachvollziehen konnte, hat mich Andreas Föhr mit seinem intelligenten Krimi erneut sehr gut unterhalten und ich denke, dass ich sicherlich auch von den anderen Bänden noch den einen oder anderen Roman hören werde, denn die Reihe macht mir Spaß!

  • Audio: 6 CDs - ca. 7h
  • Verlag: Argon Verlag; Auflage: 1 (1. Juni 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3839815304
  • ISBN-13: 978-3839815304
  • Verlag:
    http://www.argon-verlag.de


Liebe Grüße,
Claudia

Dienstag, 20. Juni 2017

[Die Story hinter dem Buch] Marie Matisek - Mirabellensommer

heute:


Marie Matisek - Mirabellensommer

 



Der 14. Juli ist ein wunderbarer Sommertag. Ich habe mir zum Abschluss des Tages ein Glas Rosé eingeschenkt – Reminiszenz an den zurückliegenden Frankreich-Urlaub. So genieße ich den Tagesausklang.
Ich war fleißig an diesem Tag, die Arbeit an meinem Roman „Mirabellensommer“ neigt sich dem Ende zu. Es macht mir großen Spaß, daran zu schreiben, ich liebe die Charaktere die ich erschaffen habe – Babette und Aristide Babajou, die kleine Haushälterin Ségolène und ihren Mann Gilbert, die allesamt bereits in „Sonnensegeln“ eine kleine Rolle hatten. Aber auch die Neuen mag ich, den jungen Rachid und seine etwas sperrige Liebe Julie.

© Tanja Weber

Kurz nach elf an diesem Abend habe ich das Glas Wein geleert und beschließe, zu Bett zu gehen. Nur noch mal kurz ins Internet gehen. Die schockierenden Nachrichten springen mich an – es ist ein Schock, ich kann es nicht glauben, dass so etwas Furchtbares geschehen ist! Ein Attentäter fährt mit einem LKW auf der beliebten Promenade des Anglais in Nizza in die Menge Feiernder, die sich zum Nationalfeiertag der Franzosen ein Feuerwerk ansehen. Er tötet 86 Menschen, mehr als 400 werden verletzt.
Mein Herz schlägt schneller, Tränen treten mir in die Augen – wie schon bei den schrecklichen Anschlägen zuvor in Paris. Aber an diesem Abend rückt der Schrecken für mich noch näher – denn nur wenige Wochen zuvor war ich genau dort, wo jetzt das Grauen passiert. Mit meiner Tochter und meiner besten Freundin in Nizza, auf der Promenade des Anglais. Ein Eis von Fenocchio in der Hand sind wir fröhlich zum Strand spaziert und haben die Zehen ins Mittelmeer gesteckt.
Mir gefriert das Blut in den Adern. Ich kann nicht verstehen, wie jemand so etwas Entsetzliches tun kann. Menschen töten. Menschen, die feiern, die fröhlich sind, die sich am Leben erfreuen.
Es hätte mich treffen können. Meine Tochter. Freunde. Es kann jeden von uns treffen, immer und überall.
Weil ich die Bilder nicht ertrage, mache ich den Computer aus und versuche, zu schlafen.

© Tanja Weber

Am nächsten Tag kehre ich an den Schreibtisch zurück. Aber ich kann nicht schreiben. An dem Tag nicht und nicht am nächsten. Diese fröhliche, lebenslustige Geschichte, die von südlichem Flair erzählt, von Liebe und der Lust am Leben – wie soll ich sie angesichts des Attentats zu Ende bringen? Meine Helden wohnen genau dort, in Nizza, unweit der Promenade des Anglais.
Muss ich die Arbeit an „Mirabellensommer“ abbrechen?
Dürfen wir Autoren und Autorinnen solche Geschichten jetzt überhaupt erzählen? Geschichten, die von der Heiterkeit und der Leichtigkeit erzählen? Ist es von Belang, eine humorvolle Sommergeschichte zu schreiben, angesichts des Elends und Schreckens, das uns in diesen Tagen überall erreicht?

Es dauert zwei Tage und viele, viele Gespräche mit Freunden, Kollegen und Lesern, bis ich die Antwort für mich gefunden habe. Ja, gerade jetzt! Jetzt erst recht! Es geht nicht darum, dass wir die Augen vor der Welt verschließen. Es geht darum, die Herzen zu öffnen!

„Mirabellensommer“ handelt von den alltäglichen Widrigkeiten aber auch den Freuden des Alltags. Es gibt eine Ehekrise ebenso wie eine große Liebe. Kleine und große Katastrophen passieren, aber meine Helden und Heldinnen überstehen sie, weil sie das Leben lieben und sich einfach nicht unterkriegen lasen. Sie weinen und sie zweifeln, aber mindestens ebenso oft lachen und tanzen sie, genießen die Sonne und das Essen und den Wein, treffen sich mit ihren Kindern und Freunden und erzählen sich Geschichten. Sie helfen einander und fallen sich glücklich in die Arme. Kurz: sie tun all das, was wir alle tun, egal, wie die Zeiten sind. Leben.
Das ist es, was wir dem Terror entgegensetzen müssen: uns am Leben erfreuen und unserer Umwelt mit Liebe und Respekt begegnen.
Gute Bücher lesen.
Und schöne Geschichten erzählen.

geschrieben von 
Marie Matisek 
im Mai 2017


  • Taschenbuch: 288 Seiten
  • Verlag: Knaur TB (1. Juni 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 342651740X
  • ISBN-13: 978-3426517406




Liebe Grüße,
Claudia

Montag, 19. Juni 2017

[Rezension] NEON - unnützes Wissen 2018: Abreißkalender


Die Abreißkalender des Heyne Verlages sind ein täglicher Begleiter für ein gesamtes Kalenderjahr. Im praktischen 11x15 cm Format finden sie auf jedem Schreibtisch, im Flur oder auf dem Nachttisch Platz. Jeden Tag wird eine Seite gelesen und abgerissen. Die Seite enthält neben einem Beitrag zur Thematik des Kalenders natürlich auch die Angabe des Wochentages mit Datum und die Information, in welcher Mondphase man sich gerade befindet. Alle Rückseiten sind unbedruckt. Die Rückwand des Kalenders besteht aus dicker Pappe, so dass man den Kalender aufstellen oder an einem vorgestanzten Loch aufhängen kann.

Der Textabreißkalender "NEON - unnützes Wissen 2018" bietet 365 skurrile Fakten, die einem (nahezu) alle unbekannt sind. Sie sind auch nicht überlebenswichtig oder fallen unter den Begriff "Allgemeinbildung", aber deshalb heißt es ja auch "unnützes Wissen". Trotzdem sind diese Fakten keineswegs uninteressant. Ich weiß nun z.B. wie viele Menschen im Jahr 2014 im Hamburger Dungeon in Ohnmacht gefallen sind, wie lange Chinesen im Schnitt mehr schlafen als Japaner oder wie lange ein Mensch im Laufe des Lebens vor einer roten Ampel wartet. Wie gesagt, nichts, was man wissen müsste, aber meine Kollegin und ich lesen jeden Tag auf der Arbeit in der Vorgängerversion (unnützes Wissen 2017), das kostet nur ein paar Sekunden und ist unterhaltsam.

Diese Fakten stammen aus der Zeitschrift NEON, die scheinbar eine Rubrik namens "Unnützes Wissen" besitzt. Wer die monatlich erschienene Zeitschrift kennt, wird also sicherlich schon über diese Informationen gestolpert sein. Ich kenne diese nicht und somit waren mir eigentlich alle Fakten unbekannt.
Alle Seiten sind im gleichen Design gestaltet und in den Farben weiß und neon-orange gehalten. Übrigens ist auch das Deckblatt neon-orange und nicht in der Farbe, wie hier abgebildet.

Die Themengebiete der Fakten sind weitgestreut: Politik, Promis, Lebensmittel, Wortwitze, Natur - alles ist vorhanden. Manche sind rein informativ, andere aber auch amüsant.


Fazit: Nach 2017 wird es auch in 2018 wieder eine tägliche Dosis unnützen Wissens geben. Die Fakten sind informativ und/oder amüsant und die 5-15 Sekunden pro Tag hat jeder, um sich das tägliche Blatt durchzulesen. Die neue Farbgebung (weiß und neon-orange) ist etwas gewöhnungsbedürftiger als letztes Jahr (weiß und gelb), aber ich freue mich trotzdem schon, diesen Kalender im nächsten Jahr zu verwenden.

  • Kalender: 366 Seiten
  • Verlag: Ludwig bei Heyne (29. Mai 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453238192
  • ISBN-13: 978-3453238190
  • Größe und/oder Gewicht: 11,2 x 3,8 x 15,3 cm 
  • Verlag:


Liebe Grüße,
Claudia

Sonntag, 18. Juni 2017

[Rezension] Gliori, Debi - Ein Geschwisterchen für die kleine Eule

Die kleine Baby-Eule erfährt, dass Mama ein Ei gelegt hat und es somit bald ein neues Eulenbaby geben wird. Das passt ihm gar nicht, schließlich hatte es bisher die komplette Aufmerksamkeit für sich allein. Doch als Mama Eule die Alternativen aufzählt, die in diesem Ei sein könnten (z.B. Baby-Krokodil, Baby-Elefant oder Baby-Wurm) stellt die kleine Eule schnell fest, dass ihr eine Baby-Eule eigentlich doch am liebsten wäre und es durchaus seinen Reiz hat ein Geschwisterchen zu haben und plötzlich die oder der Große zu sein.


Manche Kinder freuen sich uneingeschränkt auf ihr Geschwisterchen, andere wiederum haben damit Probleme, weil sie befürchten, die Eltern könnten dann weniger Zeit haben oder würden das älteste Kind weniger lieben. Ein guter Weg, um dem Kind zu vermitteln, dass dieses nicht der Fall ist, ist dieses Kleinkinderbuch, welches für Kinder ab 3 Jahren geeignet ist.

Einfühlsam wird auf die Sorgen der jetzigen Baby-Eule eingegangen. Die Ängste werden ernst genommen, aber lösen sich nach und nach in Luft auf, denn ein Geschwisterchen zu bekommen ist toll. Das Buch zeigt auf, dass das älteste Kind keine Sorge haben muss, weniger geliebt zu werden. Die Erkenntnis, dass ein Geschwisterchen, dass genau wie man selbst ist, perfekt in die Familie passt, wird spielerisch und humorvoll vermittelt, in dem Mutter und Baby Eule gemeinsam überlegen, was passieren würde, wenn ihr neues Familienmitglied zum Beispiel ein Pinguin oder ein Drache wäre. 

Fazit: Das Buch geht behutsam mit der Angst des erstgeborenen Kindes um, wie sich die Welt verändern würde, wenn die Familie um ein weiteres Mitglied wächst. Die Illustrationen von Alison Brown sind dabei sehr farbenfroh, süß und kindgerecht gewählt. Somit ist das Bilderbuch eine tolle Möglichkeit für Kinder zu entdecken, dass man sich auf einen Bruder oder eine Schwester freuen kann, daher bekommt das Buch von mir 4,5 Sterne.

  • Gebundene Ausgabe: 32 Seiten
  • Verlag: Loewe; Auflage: 1 (19. Juni 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3785588380
  • ISBN-13: 978-3785588383
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 36 Monate - 6 Jahre
  • Verlag:



Liebe Grüße,
Claudia

Samstag, 17. Juni 2017

[In my Mailbox] KW # 24/2017


Hier meine Neuzugänge aus dieser Woche!

für die Klappentexte klickt bitte auf die Cover, dann gelangt ihr zu Amazon

Shepherd, Catherine - Oliver Bergmann (07) Tränentod
Thomas Thiemeyer - Evolution (3/3) Die Quelle des Lebens
Positive Gedanken für jeden Tag 2018 Textabreißkalender
NEON - unnützes Wissen 2018: Abreißkalender
Gehirnjogging 2018 Textabreißkalender






Liebe Grüße,
Claudia