Freitag, 18. August 2017

[Rezension] Schneider, Anna - Von Liebe und Lügen

Die Clique um das Traumpaar Jonah und Lynn droht zu zerbrechen, als Lynn ein Jahr vor dem Abitur zusammen mit ihren Eltern nach Asien umziehen muss. Aber nun ist nicht nur die Liebe zwischen den beiden in Gefahr, sondern jeder hat plötzlich Geheimnisse vor den anderen, neue Personen tauchen in der Clique auf, denen andere wiederum misstrauen und dann wird auch Jonahs Auto zerstört und er erhält merkwürdige Todessymbole. Es ist den Jugendlichen kaum noch möglich zwischen Wahrheit und Lüge zu unterscheiden.


Der Titel "Von Liebe und Lügen" passt genau zu diesem Jugendthriller, denn exakt diese beiden Themen stehen durchgängig im Mittelpunkt des Romans. Der Großteil der Handlung wird von einem allwissenden Erzähler geschildert, welcher abwechselnd aus den Perspektiven der Jugendlichen berichtet. Hin und wieder gibt es Kapitel aus Sicht eines Ich-Erzählers, dessen Identität jedoch erst gegen Ende des Buches bekanntgegeben wird. Diese Parts lassen tief in die grausame Seele eines Menschen blicken, dessen Psyche mehr als nur angeknackst ist. Erst im letzten Drittel konnte ich vermuten, wer hinter dieser unbekannten Person stecken könnte. Zuvor werden genügend potentielle Charaktere angeboten, damit man als Leser selbst nicht weiß, wem man trauen darf und wem nicht. 

Die Bindung zwischen Jonah und Lynn war für mich nicht greifbar. Aus Jonahs Sicht hatte ich immer das Gefühl, dass die beiden erst seit wenigen Wochen zusammen sind, aus Lynns Sicht hingegen fühlte es sich eher wie mehrere Jahre an. Die Intensität dieser Beziehung ist jedoch wichtig für den Roman und hätte noch etwas stärker ausgearbeitet werden müssen. Außerdem gab es zwei Erlebnisse, die kaum von den anderen Beteiligten zur Kenntnis genommen wurden, meiner Meinung nach aber auf eine viel größere Rückmeldung hätten stoßen müssen, um authentische Handlungen darzustellen.

Trotzdem ist es Anna Schneider gelungen mich spannend mit ihrem Jugendthriller zu unterhalten. Besonders die Ich-Erzähler-Passagen versprühen eine düstere Atmosphäre, wodurch ich beim Lesen gefesselt wurde und unbedingt wissen wollte, wer dahinter steckt und welche Lügen das Gefüge der Clique zu zerstören drohten.

Fazit: Erneut spannende Unterhaltung von Anna Schneider, deren andere Jugendromane ich bereits sehr gerne gelesen habe. Bis auf kleinere Kritikpunkte ist ihr ein fesselnder Thriller gelungen, in dem es um Liebe und Lügen geht, die sich verstricken, bis diesem Konstrukt niemand mehr entkommen kann.

  • Taschenbuch: 400 Seiten
  • Verlag: Books on Demand; Auflage: 1 (26. Juli 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3743159902
  • ISBN-13: 978-3743159907
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre



Jugendbücher der Autorin:


Liebe Grüße,
Claudia

Donnerstag, 17. August 2017

[Trailer-Thursday] Monika Maifeld - Morgen ist es Liebe



Hallo ihr Lieben,

heute habe ich euch einen Buchtrailer zu diesem Roman mitgebracht:


  • Broschiert: 432 Seiten
  • Verlag: Knaur HC (1. September 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426654326
  • ISBN-13: 978-3426654323




Viel Spaß beim Schauen!


Liebe Grüße,
Claudia

Mittwoch, 16. August 2017

[Gewinner] Happy me aus dem moses. Verlag


Hallo ihr Lieben,

ich möchte heute jemandem mit einem Happy me Set glücklich machen. 
Zur Erinnerung: Folgendes gab es zu gewinnen:


Ich habe per random.org ausgelost und gewonnen hat:

*Trommelwirbel on*

Nadine D. aus M.

*Trommelwirbel off*

Ich werde das Set in den nächsten Tagen verschicken und hoffe, es macht dich *happy* :)

Allen anderen danke ich fürs Teilnehmen. Ein neues Gewinnspiel läuft ja bereits, falls ihr euer Glück bei einem Jugendbuch versuchen wollt --> hier klicken.


Liebe Grüße,
Claudia

Dienstag, 15. August 2017

[Die Story hinter dem Buch] Caroline Brinkmann - Die Perfekten


heute:


Caroline Brinkmann - Die Perfekten

 


Was sind "Die Perfekten"?

Eine Dystopie.
Ja, das ist das Genre, in dem coolen Mädchen eine futuristisch angehauchte Welt retten müssen, in der es nicht so gelaufen ist, wie man sich das wünschen würde. Meistens bedeutet das, dass die Regierung zu viel Macht hat, diese missbraucht und den Großteil der Bevölkerung unterdrückt.
Dann gibt es natürlich noch etwas Herzschmerz, weil es einen geheimnisvollen Jungen gibt, der sich unsterblich in das Mädchen verliebt...

Nicht so bei Projekt P.
Oder doch?
Na gut. Das mit dem coolen Mädchen stimmt.


Wie bist du auf das Thema „Perfektion“ gekommen?

Ich habe das Gefühl, optische „Perfektion“ wird immer mehr zum Thema, in Fernsehshows wie „Germanys next topmodel“, aber auch immer mehr in den sozialen Medien. Perfekt geformte Körper werden präsentiert und sobald jemand etwas von diesen Schönheitsvorstellungen abweicht, sei es durch mehr Körpergewicht, oder übermäßig viele Muttermale, kommt irgendwer daher, den das „stört“.
Gerade bei Apps wie Tinder oder Fernsehformaten wie Bachlor wird zudem suggeriert, dass es normal ist auch die Partnerwahl nach optischen Kriterien zu treffen.

Ich habe diese Thematik aufgegriffen und überlegt, zu was wir in der Zukunft fähig sein werden. Können wir durch Wissenschaft die Gene soweit manipulieren, dass wir unseren Nachwuchs nach Schönheitsvorstellungen und Modetrends gestalten können. Und gibt es dann Trends? In einem Jahr haben alle Kinder dunkle Haut, blauen Augen und Sommersprossen. Im nächsten Jahr ist das dann schon voll out und grün-gelbe Augen werden bestellt, zusammen mit weißer Haut und schwarzen Haaren.

© Bastei Lübbe (one by Lübbe)


Wie sieht deine Welt in den Perfekten aus?

An der Spitze des Systems stehen die Gesegneten (Menschen mit dem perfekten Erbgut). Der Rest der Menschen wird nach dem Wert ihrer Gene in drei Klassen unterteilt.

Was sich auch ziemlich traurig anhört...

Das ist es. Für Dreien (niedrigste Klasse) ist es nicht leicht an Jobs zu kommen und sie werden oft abgewertet. Allerdings lässt sich das System nicht so einfach als „böse“ abstempeln. Es ist letztendlich nur eine andere Kategorisierung. Auch in unserer Gesellschaft wird oft nach Familie, Reichtum, Hautfarbe, Geschlecht und Religion eingeteilt. Diese Kategorien haben sich bei den „Perfekten“ aufgelöst und spielen keine Rolle mehr. Es gibt nur noch die Kultur den Gene.


Gibt es auch eine Liebesgeschichte?

Diejenigen, die mich kennen, wissen, ich stehe eher auf die Liebesgeschichten, die am Rand ablaufen. Annie und Finnick (Tribute von Panem) oder Ron und Hermine (Harry Potter).
Ich mag nicht diese Bücher, in der die „Liebe auf den ersten Blick“ überthematisiert wird, auch, weil ich die Liebe in dieser Art von Büchern oft viel zu oberflächlich finde. Er ist heiß und geheimnisvoll. Sie ist wunderschön. Und sie lieben sich für immer und ewig. Ohne je ein tiefergehendes Gespräch zu führen.

Also so eine Liebesgeschichte gibt es nicht. Aber trotzdem kommt Liebe nicht zu kurz. Liebe zwischen Mutter und Tochter. Liebe zwischen Bruder und Schwester. Liebe zwischen besten Freunden und ja... auch die Liebe zwischen einem Liebespaar.

Caroline Brinkmann
im Interview



  • Gebundene Ausgabe: 608 Seiten
  • Verlag: Bastei Lübbe (one by Lübbe) (25. August 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3846600490
  • ISBN-13: 978-3846600498
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 16 Jahre


Liebe Grüße,
Claudia

Montag, 14. August 2017

[Gewinnspiel] Anika Beer - Kieselsommer



Hallo zusammen,

wir sind mitten im Sommer und (fast) überall sind noch Sommerferien, da passt ein Roman wie "Kieselsommer" doch perfekt ins Leseprogramm, denn Tilda erlebt den ersten Urlaub ohne Eltern. Zusammen mit ihrer Freundin Ella dürfen sie zwei Wochen im Ferienhaus ihrer Tante im Spreewald machen was sie wollen. Alles läuft gut, bis Mats dazwischen grätscht... Wie es weiter geht, könnt ihr in dem Buch lesen, das ich heute verlose:


Zu gewinnen gibt es:

Anika Beer - Kieselsommer

ür den Klappentext klickt bitte auf das Cover,
dann gelangt ihr zu Amazon


Um am Gewinnspiel teilzunehmen,
  • lest die Story hinter dem Buch, die Anika Beer auf meinem Blog verraten hat,
  • füllt das folgende Formular vollständig aus,
  • hinterlasst die Antwort auf die Frage außerdem als Blog-Kommentar
  • beachtet die untenstehenden Regeln.





1.) Teilnehmer müssen über 18 Jahre alt sein, ansonsten benötige ich eine Einverständniserklärung der Eltern.
2.) Die Adressen werden nur für das Gewinnspiel verwandt und anschließend gelöscht.
3.) Für Teilnehmer aus dem Ausland: Ich versende nur innerhalb Deutschlands, es sei denn, ihr würdet mir das Porto erstatten. Jeder Teilnehmer aus dem Ausland erklärt sich durch die Teilnahme am Gewinnspiel mit dieser Passage einverstanden.
4.)  Ich übernehme keine Haftung, falls der Gewinn auf dem Postwege verloren gehen sollte.
5.) Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.


Einsendeschluss ist der 26.08.2017 - 23.59 Uhr

Mein Gewinnspiel darf natürlich gerne auf eurem Blog oder bei Twitter / Facebook verbreitet werden. Außerdem freue ich mich sehr, falls ihr meinen Blog als Leser verfolgen würdet :)


Euch allen viel Erfolg dabei :)


Liebe Grüße,
Claudia

Sonntag, 13. August 2017

[In my Mailbox] KW # 32/2017


Hier meine Neuzugänge aus dieser Woche!

für die Klappentexte klickt bitte auf die Cover, dann gelangt ihr zu Amazon

Meyer, Kai - Die Spur der Bücher
Schneider, Anna - Von Liebe und Lügen
Wilson, Carly - Myriad High (01) Was Hannah nicht weiß
Rylance, Ulrike - Penny Pepper (04) Tatort Winterwald
Rylance, Ulrike - Penny Pepper (05) Spione am Strand
Rylance, Ulrike - Penny Pepper (06) auf Klassenfahrt

Winkelmann, Andreas - Housesitter



Liebe Grüße,
Claudia

Samstag, 12. August 2017

[Stefanies Rezension] Schroeder, R. M. - Lady Moonshine

Gastrezension von Stefanie


Einmal quer durch die Zwanziger Jahre der USA

Die Roaring Twenties und die Prohibition sind Themen, die mich sehr interessieren, die ich aber in Zahlen und Fakten bereits ganz gut kenne. In Romanen werden diese Zeiten allerdings immer sehr lebendig, und so habe ich mich mit großen Erwartungen an R.M. Schroeders „Lady Moonshine“ gewagt. Was ich genau davon halten soll, weiß ich allerdings nicht. Keine Frage: Der Autor, der schon seit Jahrzehnten unter unterschiedlichen Pseudonymen vornehmlich Frauenromane schreibt, versteht sein Handwerk, und so ist hier ein solider Roman entstanden, der auf 650 Seiten mal mehr, mal weniger überzeugt.

Zum Inhalt: Mallory Kendrick ist eine toughe junge Frau, die zusammen mit Bruder und Vater einen Hof bewirtschaftet, vor allem aber in Zeiten der Prohibition schwarz Alkohol brennt und damit die Familie über Wasser hält. Weil sie dieses Handwerk besonders gut beherrscht, wird sie (später) 'Lady Moonshine' nach dem schwarz Gebrannten genannt, den man 'Moonshine' nannte. Weil sich die Familie den Zwängen der Mafia wiedersetzt, kommt es zu Gewalttaten, und bald ist die Familie nicht mehr das, was sie war. Mallory muss sich allein durchschlagen, geht eine mehr oder weniger erzwungene Beziehung ein, sinnt auf Rache und kämpft um das Leben und die Gunst ihres Bruders... (es ist schwer, hier nicht zuviel zu verraten).

Im ersten Teil des Buches kam es mir wirklich vor, als hätte der Autor hier den Lexikoneintrag „Zwanziger Jahre in den USA“ abgearbeitet. Alle Neurungen, alle Trends, alle Klischees, alle geschichtlich wichtigen Ereignisse wurden eingearbeitet. Da durfte nichts fehlen. Das war mir zu künstlich und zuviel. Später hat es mich weniger gestört, oder der Roman war nicht mehr so überladen mit diesen Neuerungen der Zwanziger. Später werden sogar einige Klischees aufgebrochen, z.B. hat ein Schwarzer in der Nähe von Roanoke, Virginia, eine eigene Farm, was zwar rechtlich möglich gewesen wäre; ich glaube aber nicht, dass man es geduldet hätte.

Zwischendurch kommt auch ein wenig Spannung auf, aber die meisten Charaktere möchte man ständig anschubsen, dass sie doch etwas tun sollen. Eine interessante Wendung fand ich, wie der Bruder von Mallory letztendlich auf die Wahrheit kommt.

  • Taschenbuch: 656 Seiten
  • Verlag: Knaur TB (1. März 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426517868
  • ISBN-13: 978-3426517864


Liebe Grüße,
Claudia

Freitag, 11. August 2017

[Rezension] Poznanski, Ursula - Aquila

Als Nika in ihrem WG-Zimmer erwacht, denkt sie zunächst, sie sei verkatert. Doch dann stellt sie fest, dass es gar nicht Sonntagmittag, sondern bereits Dienstagmittag ist. An die letzten zwei Tage hat sie keinerlei Erinnerung. Ihr Handy, ihre Schlüssel, ihr Pass und ihre Mitbewohnerin - alles ist wie vom Erdboden verschwunden. Das einzige was sie findet ist ein Zettel mit mysteriösen Notizen, doch was soll sie mit Anmerkungen wie "Halte dich fern von Adler und Einhorn" oder "Weihnachten voller Angst" anfangen? Nichts davon sagt ihr etwas. Sie streift durch Siena auf der Suche nach etwas, das ihre Erinnerungen zurückkehren lässt, aber wo soll sie beginnen und wer ist der Mann, der sie zu verfolgen scheint?

Das neue Jugendbuch der österreichischen Autorin Ursula Poznanski habe ich regelrecht herbeigesehnt, da mich diese stets aufs Neue begeistern. Mit "Aquila" hat sie einen grandiosen Psychothriller geschrieben, der mich über 3/4 des Buches total im Unklaren gelassen hat und zwar nicht auf eine Weise, die irgendwann negativ aufstößt, weil man gefühlt nicht weiter kommt, sondern auf eine fesselnde Art, da man mit der Protagonistin im Dunkeln tappt, nach Hinweise und Verbindungen sucht und jede Information mit ihr zusammen aufsaugt und versucht diese zu etwas Sinnvollem zu verstricken.

© Loewe Verlag

Die Handlung wird aus Nikas Perspektive geschildert. Poznanski schafft es dabei, dass man sich gut in ihre Lage hineinversetzen kann. Ihre Gefühle, ihre Ängste und ihre Verwirrtheit kommen authentisch beim Leser an. Die Notizen sind mehr als mysteriös und helfen zunächst absolut nicht weiter. Doch es macht Spaß zu sehen, wie Nika es nach und nach schafft, einiges davon sinnvoll zu interpretieren. Aber das dauert seine Zeit und diese überbrückt die Autorin mit einer spannenden Suche nach der Wahrheit, weiteren Figuren bei denen man nie weiß, wem man trauen darf und wem nicht - bis hin zur Entdeckung eines furchtbaren Verrats.


© Loewe Verlag


Fazit: Obwohl ich sehr hohe Erwartungen an den neuen Jugendthriller von Ursula Poznanski hatte, wurde ich nicht enttäuscht. Sie hat mich extrem lange im Dunkeln tappen lassen, spannend unterhalten und am Ende alle Fäden gekonnt zusammengefügt, so dass keine Fragen offen blieben. Perfekte Unterhaltung für spannende Stunden und zwar nicht nur für Jugendliche, sondern auch für Erwachsene.

  • Taschenbuch: 432 Seiten
  • Verlag: Loewe (14. August 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3785586132
  • ISBN-13: 978-3785586136
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
  • www.aquila-buch.de


Weitere Bücher der Autorin:




Liebe Grüße,
Claudia